Die Konejung Stiftung: Kultur wurde im Mai 2004 von der
Bezirksregierung Köln als gemeinnützige Kulturstiftung anerkannt.


Konejung Stiftung: Kultur fördert Kulturprojekte im Rahmen der europäischen Einigung
Insbesondere gilt ihr Augenmerk der Förderung der Geschichtsforschung und der künstlerischen Verarbeitung
kultureller Gegensätze und Gemeinsamkeiten im Laufe der Jahrhunderte.
Schwerpunkte sind hierbei die Römerzeit, das Mittelalter und die Kriege des 20. Jahrhunderts.


Die Stiftung wird Veranstaltungen, (Theater, Literatur, Film) und Ausstellungen, die sich diesen Themen widmen,
selbst durchführen bzw. unterstützen und anregen. Insbesondere wird die Stiftung sich darum bemühen, kulturelle
Veranstaltungen grenzübergreifend zu fördern.

Darüber hinaus vergibt die Stiftung jährlich einen nach dem Stifter benannten Preis (Horst- Konejung- Preis),
der einer Person oder Institution verliehen wird, die sich besonders um die oben genannten Themen im Bereich
Theater, Literatur, Kunst, Dokumentation oder Ausstellung verdient gemacht hat.

Beiratsvorsitzender ist der Journalist Dr. David Eisermann, weitere Beiräte sind Jürgen Teves, Helga Konejung
und Edgar Schnicke. Vorstände sind der Kabarettist Achim Konejung und die Eventm anagerin Bettina Lauterborn.

Bei zwei von der Konejung-Stiftung durchgeführten "Fahrten in die Vergangenheit" im Frühjahr 2005 und im Winter 2007 war ich nun schon dabei und kann diese Touren nur absolut empfehlen.

Begleitet vom Künstler Achim Konejung beginnt die Busfahrt als rollendes Hörspiel durch die dunklen Wälder des Hürtgenwaldes, wobei die strategischen Ereignisse ebenso im Mittelpunkt stehen wie der Bau des Westwalls, die Lebensumstände der einfachen Soldaten und die Situation der Zwangsarbeiter. Zu hören sind Tondokumente wie die Reden von Churchill oder Thomas Mann sowie Propagandasongs und Schlager der 40er Jahre.

Höhepunkt ist die Wanderung durch das Kalltal mit Lesungen der Schauspieler Joachim Pukaß (Berlin) und Mario Buletta (Hamburg), die Texte von Ernest Hemingway, Kurt Vonnegut, Heinrich Böll und anderen vortragen. Nach einer Mittagspause endet die Reise mit dem Besuch des Hürtgenwald-Museums.

Bei der letzten Fahrt hatte Achim Konejung noch eine besondere Überraschung im Gepäck. Die lang erwartete DVD "You Enter Germany" ist nun endlich fertig. Noch nie freute ich mich so auf das Nachhausekommen wie in diesem Jahr. Türe auf, Koffer in den Flur und DVD in den Player. Inzwischen habe ich diese DVD drei Mal angesehen und bin restlos begeistert.

Zum ersten Mal seit den Kämpfen vor über sechzig Jahren hat sich ein Filmteam zur Aufgabe gestellt, den Mythen und Legenden auf den Grund zu gehen und die wahren Hintergründe dieser "vergessenen Schlacht" zu erforschen. Nach jahrelangen Recherchen gelang es, einige der noch lebenden Veteranen in Deutschland und den Vereinigten Staaten zu interviewen. Bisher nie gezeigte Film- Aufnahmen aus den US National Archives sowie aus privaten Archiven sind eindrücklich Zeugnisse des Krieges, dessen Spuren noch heute in den Wäldern sichtbar sind.

Die eindrucksvollen Interviews mit Zeitzeugen wie dem berühmten Fotografen Tony Vaccaro oder dem späteren Princeton Professor und deutschem Emigranten Werner "Tom" Angress bringen die Sinnlosigkeit und Brutalität des Krieges ebenso zum Ausdruck, wie die Erkenntnis des deutschen Veteranen Kurt Menzel:. "Heute ich bin ich froh, dass ich dort am ersten Tag meinen Arm verloren habe. Ich konnte dadurch keinen Menschen umbringen."

Achim Konejung bei den Dreharbeiten

(Bildrecht Konejung Stiftung)


Weitere Informationen zu diesem Film findet Ihr unter: www.huertgenwald-film.de oder unter www.konejung-stiftung.de


Auf dieser Seite werde ich in Zukunft alle News oder Termine der Konejung-Stiftung zum Thema Westwall veröffentlichen. Also besucht diese Seite bitte regelmäßig.


Hier noch ein paar Bilder die bei den Thementouren entstanden sind: