Die Argonnen

 

Die Argonnen - französisch L'Argonne, in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg meist als Argonner Wald bezeichnet - bilden den südlichsten Ausläufer der Ardennen.

 

Der Argonner Wald, ein Waldgebiet, das sich 10 - 12 km breit zwischen der Maas im Osten und der Champagne im Westen erstreckt, bildet das Kernstück. Die Gegend war im Ersten Weltkrieg Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen Deutschen und Franzosen, später auch Amerikanern (Herbst/Winter 1914, Sommer 1915, Herbst1918), es finden sich dort viele Denkmäler und Soldatenfriedhöfe und ehemalige Stellungen der Kriegsparteien.

 

Auf unserer Fahrt in die Normandie Mai 2008 machten wir hier einen kurzen, aber sehr beeindruckenden Halt.

 

 

 

 

 

 

 

Das verlorene Battalion

Im Oktober 1918 sollte unterhalb dieses Gedenksteins, eine amerikanische Einheit unter dem Kommando von Major Charles Whittlesey, eine strategisch entscheidende Anhöhe in der Nähe der Charlevaux-Mühle unter allen Umständen halten.

 

Bei dem vorangegangen Angriff konnte seine Einheit weiter als erwartet durch die deutschen Linien stoßen. Die französischen Truppen, die seine Flanken verstärken sollten, wurden aber zurückgeschlagen. So stand die amerikanische Einheit tief hinter den deutschen Linien, ohne jeglichen Nachschub und Verstärkung. Damals gab es noch keinerlei Möglichkeit für Funkkontakt. Das Battalion war auch für die eigenen Einheiten verschwunden und eigentlich schon aufgegeben. Von deutschen Einheiten eingekesselt, spielten sich in diesem Waldstück dramatische Szenen ab und obwohl die Truppe allmählich von den Deutschen aufgerieben wurde, trieb der Offizier seine Mannen an, durchzuhalten. Dabei wurden seine Männer sogar mehrmals Ziel der eigenen Artillerie, die meinte deutsche Truppen unter Beschuss zu nehmen.

 

Nach einem mehrtägigen Abwehkampf, unter hohen Opfern auf beiden Seiten, wurde das "Verlorene Battalion" dann doch noch durch andere amerikanische Einheiten befreit.

Der gleichnamige Film berichtet von diesen Vorfällen.