Der Burgberg

 

Auf der östlichen Kuppe des Burgbergs finden sich Reste eines Unterstandes des Regimentsbauabschnitts 8 der zweiten Westwallstellung. Diese Stellung befindet sich ungefähr 8.5 km hinter der vorderen Linie bei Raffelsbrand und Simonskall.

Der Bunker wurde als Gruppenunterkunft verwendet, so dass auch der - in der Hangstellung ohnehin sinnlose - Kampfraum fehlt, der zu Bauwerken des Regelbautyps 10a des Limesbauprogramms 1938 gehört.

Das Dach der Anlage dient heute als Aussichtspunkt und wurde vermutlich als Artillerie-Beobachtungsstelle verwendet. Der Bunker selbst ist nicht begehbar, sondern dient mittlerweile als Unterschlupf für Fledermäuse.

Am Fuße des Burgbergs finden sich die Trümmer eines Gefechtsstandes des Regelbautyps 31. Die Anlage, die von alliierten Pionieren gesprengt wurde, ist ebenfalls nicht begehbar.

Im November/Dezember 1944 - während der Allerseelenschlacht - lagen zeitweise die Stäbe des Grenadier-Regiments 1055 der 89. Infanterie-Division und das 2. Bataillon des Grenadier-Regiments 980 der 272. Volks-Grenadier-Division im Bereich des Berges und seiner Bunkeranlagen.

Im Rahmen der US-amerikanischen Offensive gegen die Rur ab dem 1. Dezember 1944 durch Teile der 8. US-Infanterie-Division sowie Panzer-Unterstützung wurde der Ort Bergstein am 5. Dezember besetzt.

Die Kämpfe um den Burgberg endeten nach beiderseitigen schweren Verlusten am 7. Dezember mit der Eroberung der Anhöhe durch die Amerikaner. Hierbei wurden die 2nd Rangers eingesetzt, die schon am D-Day die Pointe du Hoc erstürmten. Ab diesem Zeitpunkt bildete der Burgberg den südlichen Eckpfeiler der von hier aus nach Westen entlang des Kalltals verlaufenden Rurfront.

 

Unvorstellbar. Diesen Hügel mussten die Ranger bei der Erstürmung überwinden.
Unvorstellbar. Diesen Hügel mussten die Ranger bei der Erstürmung überwinden.