Schevenhütte
Nachdem das VII. Korps der 1. US-Armee die beiden Westwall-Linien südlich von Aachen in schmaler Front durchbrochen hatten (Stolberg-Korridor), kam es zwischen dem 13. bis 24. September 1944 zu schweren Kämpfen, in deren Folge der amerikanische Vorstoß in einem Frontbogen zwischen Schevenhütte und Eilendorf zum stehen kam. In Schevenhütte kam es immer wieder zu Gegenangriffen deutscher Truppen. So versuchten am 17. September 1944 zwei Kompanien des Grenadier-Regiment 89 eine Rückeroberung von Schevenhütte. Die in guter Deckung liegenden Amerikaner konnten diesen Angriff abschlagen. Die deutschen Angreifer erlitten hohe Verluste. Am folgenden Tag ein weiterer Versuch. Diesmal griff eine Kompanie des Pionierbattalions 12 den Ort an, erreichte diesmal sogar die Kirche von Schevenhütte, wurde aber von einem in der Nähe der Kirche positionieren amerikanischen Panzer zusammensgechossen. Am 22. September kam es dann zu den schwersten Kämpfen um den Ort. Das II. Batl. des Grendier-Regiments 48 begann gegen 07.00 Uhr mit dem Angriff auf Schevenhütte. Im Bereich des heutigen Ortsteil Joaswerk-Lamersiefen sorgten mehrere amerikanische Panzer, sowie MG-Stellungen, für hohe Verluste unter den deutschen Soldaten. So fuhren mehrere Panzer der 9. US-Inf.Div. auf der Hauptstrasse des Ortes einfach auf und ab und schossen mit Maschinengewehren und Sprenggranaten in die Reihen der deutschen Soldaten. In einem offiziellen Bericht zu den Kämpfen seitens der Amerikaner wird von einem wahren Massaker gesprochen.
Auch in einem der Bruchsteinhäuser befand sich eine MG-Stellung der Amerikaner und versperrte den Angreifern der Weg über die Brücke. Eine deutscher Soldat (Uffz. Ulrich Esche, Kompanieführer in der 7. Kp. Gren.-Regt.48), konnte die Stellung mit zwei geworfenen Gewehrgranaten ausschalten. Doch waren auch in diesem Fall alle Opfer umsonst. Zwischen 09.30 und 10.00 Uhr wurde aufgrund des hohen Widerstand und der großen Verluste der Rückzug befohlen. Allein im engeren Ortsbereich wurden von den Amerikanern 135 gefallene Deutsche geborgen.
Fälschlicherweise wird der Ort an dem dieses Photo entstanden ist oftmals als eine Aufnahme vom Kall-Trail beschrieben. Es handelt sich aber definitiv um Schevenhütte.