Das Wehe-Tal

 

 

Das Wehetal, auch genannt "Tal der weißen Wehe" war die amerikanische

Ausgangsstellung  für die Kampfhandlungen zur Allerseelenschlacht und der späteren "Operation Queen".

Hemingway erlebte das Grauen dieser Kämpfe als Kriegsberichterstatter selbst. Hier war es die 4. US-Division und vor allem dessen 22. Regiment, das den Angriff auf Großhau und Gey mit furchtbaren Verlusten zu bezahlen hatte.

Nach drei Wochen waren auf den acht Kilometern Geländegewinn fast alle Soldaten und Offiziere der Kompanien getötet oder verwundet und fast 2000 Ersatzsoldaten an die Front geschickt worden, junge Grünschnäbel, von denen wiederum viele starben, denn niemand hatte sie auf die grausamen Bedingungen der Waldkämpfe vorbereitet.

Überall in diesem Gebiet findet man die Spuren von Waldbunkern, Schützenlöchern und Unterständen. Auch Reste von Öfen und Koks findet man im Wald, ebenso alte Batterien. Im Frühjahr 2005 fand ich dort in einem Stellungsloch die Schulterklappe eines deutschen Hauptmanns.

Der Schriftsteller Ernest Hemingway schrieb über diese Kämpfe in seinem Buch "Über den Fluss und in die Wälder".

 

1944 1944

 

 

 

 

 

Five Points Five Points
Five Ponis Five Ponis
 Stummer Zeuge (Baum unterhalb einer MG-Stellung mit Einschusslöchern) Stummer Zeuge (Baum unterhalb einer MG-Stellung mit Einschusslöchern)

 

 

 

Der von Hemingsway als "Arschnackter Hügel" beschriebene Ort bei Großhau. Hier machten er und sein Begleiter William Walton zwei Entdeckungen, die zum Alltag des Krieges und seiner allgegenwärtigen Grausamkeit gehörten:

die von Fahrzeugen platt gefahrene Leiche eines amerikanischen Soldaten und ein von Phosphor verbrannter deutscher Landser, an dem ein streunender Hund nagte.

 

 

 

 

Fundstelle von amerikanischen MG-Team im Wald bei Großhau.

 

 

Auf dem von Familienangehörigen am 26.11.1999 aufgestellten Gedenkreuz ist folgendes zu lesen:

 

MG-Trupp Anker, H-Kompanie, Infanterie-Regiment 22, 4. Infanteriedivision

26. November 1944

 

Der gesamte Trupp fiel in der Schlacht um Großhau aus

 

Feldwebel Normann N. Anker, gefallen

 

Hauptgefreiter Benjamin Troncone, gefallen

 

Hauptgefreiter Donald L. Sell, gefallen

 

Gefreiter Enfal Matt, gefallen

 

Hauptgefreiter William H. Cooke, verwundet (1985 verstorben)

 

Gott sei ihrer Seelen gnädig

 

26. November 1999, Hürtgenwald

 

 

 

 

 

 

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Hier könnt Ihr Euch auf eine virtuelle Reise auf den Hemingway-Trail begeben ...

 

 

 

 

Weitere Informationen:

 

Auf der Straße von Vossenack nach Hürtgen liegt das Restaurant "Zum alten Forsthaus".

Direkt am Restaurant rechts abbiegen und den Berg hinunter fahren bis ihr an einen kleinen Parkplatz kommt (meist lagert hier auch Holz) und ein Waldweg beginnt. Diesem Waldweg folgen (bergab) bis zu einer Wegkreuzung. Dort einfach gerade in den Wald hineingehen und schon nach wenigen Metern findet ihr die ersten Waldbunker.

Idealer Tourenbegleiter ist auch in diesem Fall die Sammelmappe "Historisch-Literarische Wanderwege", hier Karte 5 "Hemingway-Trail. Diese könnt Ihr u.a. im Hotel Talschenke erhalten oder hier.