Abbaye d’Ardenne

 

Einen Tag nach der Landung der Alliierten in der Normandie bezog am 7. Juni SS-Standartenführer Kurt Meyer, Befehlshaber des 25. SS-Panzergrenadierregiments der 12. SS-Panzer-Division „Hitlerjugend“, sein Hauptquartier in der Abbaye d’Ardenne, einer mittelalterlichen Abtei in der Nähe des Ortes Villons-les-Buissons bei Caen.

 

Meyer befahl einen Gegenangriff gegen die im Raum Buron/Authie vorrückenden Kanadier der Einheit North Nova Scotia Highlanders, die von Panzern des 27th Canadian Armour Regiments (den Sherbrooke Fusiliers) unterstützt wurde.

 

In dem für die Deutschen siegreichen Gefecht machte die Waffen-SS zahlreiche Gefangene, die aus dem Kampfraum entfernt wurden. 27 Gefangene wurden daraufhin zwischen dem 8. und 17. Juni in der Abbaye d’Ardenne exekutiert. Die ersten Hinrichtungen fanden bereits in der Nacht vom 7. auf den 8. Juni statt, als 11 Kanadier, die aus der Gruppe ausgewählt worden waren, erschossen wurden; am 8. Juni wurden weitere sieben Kanadier nach einer Befragung im Hauptquartier Meyers erschossen, alle nacheinander durch Kopfschüsse. Vor der Hinrichtung schüttelten sich alle noch einmal die Hände.

 

Die meisten Leichen wurden erst im Frühjahr 1945 entdeckt. Vermutlich zwei weitere Kanadier wurden am 17. Juni bei der Abtei exekutiert. Die Abbaye d’Ardenne wurde nach einem erfolgreichen Angriff der Kanadier des Regina Rifles Regiment von Meyer einen Monat später, in der Nacht vom 8. auf den 9. Juli, aufgegeben.

 

(Quelle: wikipedia.org)


Quelle linke Bildhälfte: US National Archives Quelle linke Bildhälfte: US National Archives
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