De Longues sur Mer

 

 

 

 

Fünf Kilometer von Arromanches entfernt befindet sich die einzige deutsche Batterie in der Normandie, deren Geschütze noch heute erhalten sind. Die in Kasematten untergebrachten 150 mm-Kanonen hatten einen Schwenkbereich von 120° und eine Reichweite von 19,5 km.

Am 6. Juni 1944 um 5.30 Uhr morgens eröffneten sie das Feuer auf die englische Flotte. Am Nachmittag wurde die Batterie von den Kreuzern Ajax (Royal Navy) und Georges Leygues (Force Françaises Libres) zum Schweigen gebracht. Die 184 Artilleristen ergaben sich am folgenden Tag den in Longues-sur-Mer angelandeten britischen Soldaten.

Die Batterie besteht aus vier Geschützbunkern, die Kanonen und Bunker weisen unterschiedliche Zustände auf und sind teils erheblich zerstört. Die größten Schäden stammen vom Beschuss durch Schiffsgeschütze. Die Geschützbunker liegen etwa 2 km von der Küstenlinie entfernt und parallel zu dieser angeordnet, nur geringfügig in der Tiefe gestaffelt. Der Hauptzugang zu den Geschützbunkern lag auf der landeinwärtigen Seite, geschützt durch eine Splitterwand. Ein kurzer Gang führt von dort in den Hauptkampfraum, aus dem das Geschütz durch die Scharte seine Wirkung entfaltete. Um die Besatzung vor Splittern zu schützen, haben die Geschütze Schilder aus genieteten Stahlplatten. Aus dem kurzen Gang gelangt man links und rechts je in einen kleinen Raum in dem die Munition, beziehungsweise die Treibladungen gelagert waren. Aufenthaltsräume waren in separaten Personalbunkern untergebracht. Nicht alle der Bunker sind komplett aus Beton gegossen, sondern teils aus Betonsteinen gemauert.

Die Hauptbewaffnung der Batterie bestand aus 15-cm-Schnellfeuerkanonen, daneben gab es zur Selbstverteidigung Maschinengewehre und Mörser, vor allem in sogenannten Tobruk-Kleinbunkern, Minenfelder und Stacheldrahtgürtel. Von diesen Anlagen sind nur wenige Reste übrig geblieben.

Direkt an der Küstenlinie gelegen befinden sich zwei sichtbare Tobruk-Kleinbunker und der ehemalige Beobachtungs- und Feuerleitbunker. Dieser ist im Film "Der längste Tag" zu sehen, allerdings nicht in originaler Verwendung, und "dekoriert" (2-cm-Flakvierling im Film zwischen Bunker und Steilküste). Der Feuerleitbunker und die Tobruk-Kleinbunker waren lange Zeit teils verschüttet und voll Wasser gelaufen und somit schwer begehbar. Zum Jahr 2004 (Jubiläum 60 Jahre Landung) wurden sie touristisch erschlossen.

 

Blick von der Steilküste Blick von der Steilküste

 

 

 

Der dazugehörige Feuerleitbunker an der Küste

Blick nach Port en Bessin Blick nach Port en Bessin