Port-en-Bessin
Ein 420 Mann starke Einheit des 47 Royal Marine Commando hatte den Auftrag den Küstenort zu besetzen. Am Morgen des 6. Juni 1944 bestiegen die Soldaten 13 Kilometer vor der Küste die Landungsboote. In 14 Booten zu je 30 Mann ging es in Richtung Gold Beach.
Eines der Landungsboote erhielt einen Volltreffer, wobei 12 Soldaten getötet wurden. Vier Landungsboote liefen auf Strandhindernisse auf und sanken ebenso.
Noch vor Erreichen des Strandes hatte das Kommando 28 Tote, 21 Verwundete und 27 Vermisste zu beklagen. Auch ein Großteil der Ausrüstung, wie Funkgeräte, Waffen und Munition lagen auf dem Grund des Meeres.
Nach der Landung am Gold Beach musste das Kommando 16 Kilometer durch das von deutschen Soldaten besetzte und verteidigte Gebiet marschieren um ihr Angriffsziel den Hafen von Port-en-Bessin zu erreichen. Auf diesem Weg wurde ein weiterer Soldat getötet und 11 Mann verwundet.
Das Kommando blieb für die Nacht auf einem Hügel am Escures, eine Meile von Port-en-Bessin entfernt. Am Morgen des 07. Juni begannen dann die Kämpfe um die Hafenstadt, die sich bis zu den Morgenstunden des 08. Juni 1944 hinziehen sollten.
Die Verluste auf Seiten des 47 Royal Marine Commando werden mit 46 Gefallenen und 70 Verwundeten angegeben. Über die deutschen Verluste gibt es leider keine genauen Angaben.
Bis zum 14. Juni 1944 war der Hafen von Port-en-Bessin wieder betriebsbereit und Truppen und Material konnten angelandet werden. Zusätzlich wurde die PLUTO-Pipeline (Pipeline Under The Ocean) in Betrieb genommen.
Weitere Info:
Vielen dürften der Hafen und die die Gassen von Port-en-Bessin bekannt vorkommen. Hier wurden einige Szenen des Films „Der längste Tag“ gedreht.
Der Angriff auf das Kasino in Ouistreham (Riva-Bella im Bereich Sword-Beach) wurden in Wirklichkeit hier gedreht. Das Kasino wurde für den Film nachgebaut und nach der filmischen Vernichtung abgerissen.
Eine Filmkulisse aus "Der längste Tag"