Saint-Germain-sur-Seves

 

Am 22. Und 23. Juli 1944 kam es in dem kleinen Ort zu schweren Kämpfen um eine kleine Furt durch den Fluß „Seves“, der eigentlich mehr als Bach zu bezeichnen ist. Selbst amerikanische Veteranen meinten bei Besuchen schmunzelnd „Wir hatten das viel gewaltiger in Erinnerung“.


Das  358th Regiment der  90th Infantry Division unter General Landrum traf hier bei den Kämpfen auf eine Kampfgruppe der deutschen Divison „Das Reich“, sowie  auf Einheiten des Fallschirmjäger-Regiment 6 „von der Heydte“. Während der  Kämpfe versuchten mehrere Sanitäter der Amerikaner den Verwundeten in Niemandsland zu helfen. Von der Heydte befohl daraufhin eine dreistündige Waffenruhe, damit die Verwundeten beider Seiten versorgt werden konnten. Hierbei durften sogar verletzte Gefangene ausgetauscht werden.

 

Oberfeldwebel Alexander Uhlig wurde nach den Kämpfen mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Ihm gelang es mit nur 32 Mann, einem Panzer der Waffen-SS und 2 geschickt platzierten MG 42 ein ganzes amerikanisches Infanteriebataillon zu werfen und über 250 Gefangene einzubringen.  Er hat sich in den Folgejahren aktiv um eine Aussöhnung mit den einstigen Gegnern bemüht und dabei sehr verdient gemacht. Am 1. November 2008 ist er in Essen verstorben.

 

Die Kämpfe waren für beide Seiten sehr verlustreich und man kann es sich heute kaum mehr vorstellen was sich an diesem kleinen Bach abgespielt haben muss.

 


Die umkämpfte Furt im Oktober 2011 Die umkämpfte Furt im Oktober 2011
Blick auf die Position der deutschen Einheiten Blick auf die Position der deutschen Einheiten
Der Hohlweg von deutscher Seite aus gesehen Der Hohlweg von deutscher Seite aus gesehen

 

 

Der Ort ist wahrlich nicht leicht zu finden. Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals bei Horst Rieger für die rasche Hilfe per E-Mail. Im kleinen Örtchen Seves einfach diesen Schildern folgen.

 

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