St-Laurent-sur-Mer

 

Am 12. September 1942 landete ein britisches Spezialkommando am Strand , nahe westlich des Tals Les Moulins vor St-Laurent-sur-Mer. Die 13 Mann starke Einheit sollte die Stützpunktmannschaft des WN 59 gefangen nehmen, um so an wichtige Informationen zur Vorbereitung der kommenden Invasion zu gelangen. Allerdings hatte sich das Kommando in der Dunkelheit verfahren und landete nicht in der Bucht von Ste.-Honorine-des Pertes sondern an diesem stark überwachten Strandabschnitt.


Als sich die Männer dem WN 68 näherten, sie hatten ihren Irrtum noch immer nicht bemerkt, näherten sich von Vierville zwei Pendelposten mit Schäferhund. Die beiden deutschen Soldaten gehörten zum Stützpunkt WN 62 bei Colleville-sur-Mer. Der Hund schlug an und zerrte in Richtung Strand als ein Schuss fiel. Die deutschen Soldaten gingen in Deckung und feuerten eine Leuchtkugel ab die den Abschnitt in gleißendes Licht tauchte. Die Posten an den Maschinengewehren der naheliegenden Widerstandnester begannen sofort damit den Strand unter Feuer zu nehmen, denn man hatte natürlich längst bemerkt dass ein feindliches Kommandounternehmen gelandet war.


 Acht britische Soldaten wurden gefangengenommen, drei lagen tot am Strand und zwei weitere waren verschwunden. Auf deutscher Seite gab es keine Verluste, nur der Wachhund wurde durch einen Streifschuss leicht verletzt.


Die getöteten Soldaten des britischen Kommando liegen auf dem Dorffriedhof von St-Lauren-sur-Mer begraben.


 

Direkt an der Küste bei St-Laurent-sur-Mer befand sich ein Flugfeld der Alliierten. Von dort aus flogen in der Folgezeit amerikanische Piloten strategisch wichtige Kampfeinsätze.