Tilly-sur-Seulles
Vom 8. bis 19. Juni 1944 entbrannte bei Tilly-sur-Seulles eine Schlacht zwischen Teilen des 30. Britischen Armeekorps und der deutschen Panzer-Lehr-Division, die gemeinhin als Schlacht bei Tilly-sur-Seulles bekannt ist. Beide Parteien lieferten sich heftige Kämpfe um den Ort und die Frontlinie. Erst als britische Verbände am Abend des 18. Juni in den größtenteils zerstörten Ort vordrangen und sich dort trotz vereinzelten deutschen Gegenangriffen hielten, befahl Generalmajor Fritz Bayerlein, Kommandeur der Panzerlehrdivision, seinen Truppen, sich aus Tilly-sur-Seulles zurückzuziehen.
Quelle: National Archives of Canada
Quelle: National Archives of Canada
Nachdem die Gegend etwa 23 Mal ihren Besitzer gewechselt hatte, gelang es der 50. Britischen Infanteriedivision am
19. Juni, das Gelände komplett zu erobern. Bei den Kämpfen verloren 76 Dorfbewohner ihr Leben; also starb etwa jeder Zehnte Einwohner von Tilly-sur-Seulles.
Die Panzerlehrdivison verfügte vor der Schlacht über 190 Panzer; danach nur noch über 66. Neben den Panzern verloren die Deutschen auch 5500 Mann. In
Tilly-sur-Seulles befinden sich seitdem ein britischer Soldatenfriedhof und ein Museum, das an die Schlacht erinnert. Etwas weiter entfernt lässt sich noch ein weiterer Soldatenfriedhof, nämlich der
"Jérusalem War Cemetery", der kleinste Soldatenfriedhof in der Normandie, finden.
Schloss Chateau Brouay
In diesem Schlosspark nahe Tilly-sur-Seulles, lag kurz nach dem D-Day der Gefechtsstand des II./Panzergrenadierlehrregiment 902.
Im Morgengrauen des 08.Juni 1944 kamen die dort in Reserve liegenden Einheiten unter schweren Beschuss von britischen Aufklärungspanzern und Schiffsartillerie. Als das SS-Panzergrenadierregiment 26 im Laufe des Tages den Schlosspark erreichte fanden sie die zusammengeschossenen Einheiten, sowie den förmlich umgepflügten Regimentsgefechtsstand von Oberst Gutmann vor. Ein Soldat beschrieb den Anblick als das schrecklichste Bild des Krieges das er erlebt habe.
Straße Tilly-sur-Seulles in Richtung Cristot
An dieser Stelle fiel Oberstleutnant von Schönburg mit seiner Besatzung
Ihre letzte Ruhestätte auf dem Dorffriedhof von Parfouru-sur-Odon im September 2009
Ruht in Frieden
Denkmal in Cristot