Sword Beach
Sword-Beach bezeichnete während der Landung den Küstenabschnitt zwischen Ouistreham an der Ornemündung und Saint Aubin-sur-Mer. Die Landezone war ca. 8 Kilometer lang und wurde in 4 Abschnitte mit den Namen Oboe, Peter, Queen und Roger unterteilt. Sie war die östlichste der alliierten Landezonen.
Hier befand sich hier auch der größte deutsche Bunker im gesamten Invasionsraum. Weitere Informationen zu diesem fünf-stöckigen Bollwerk findet Ihr hier.
Ab 07.25 Uhr begann die britische 3. Infanterie-Division mit der Anlandung der Truppen. Ziel war es von hier bis an das nördliche Randgebiet von Caen vorzustoßen.
Hier ging zwischen 8.45 Uhr und 09.20 Uhr auch die 1st Special Service Brigade unter dem Kommando von Lord Lovat an Land. Diese Einheit sollte genau vor Ouistreham landen, landeinwärts marschieren und die britischen Fallschirmjägern entsetzen, die in der Nacht an Orne- und Kanalbrücke gelandet waren.
Bei der Landung erlitt vor allem das 1st South Lancashire Regiment im Bereich Lion-sur-Mer (Abschnitt Peter) erhebliche Verluste. So gingen u.a. alle dort anlandenden Panzer verloren. Allein vor dem Nachbarort La Bréche kamen 107 Soldaten ums Leben. Der Kampf um Hermanville sollte sogar bis zum nächsten Vormittag dauern. Dort befindet sich heute auch ein Soldatenfriedhof.
Selbst bei der zweiten Landungswelle an Sword-Beach leisteten viele deutsche Stellungen noch erbitterten Wiederstand. Große Teile der deutschen 716. Infanterie-Division wurden zwar im Vorfeld durch das Bombardement zerschlagen, trotzdem war die Gegenwehr vielerorts noch wesentlich stärker als erwartet. Um die bei Ebbe nun freiliegenden Strandhindernisse umfahren zu können, mussten die Panzerkommandanten mit ihren Fahrzeugen die am Boden liegenden Leichen, aber auch verwundete kanadische Soldaten, überrollen.
Immer wieder kam es auch zu Gegenangriffen deutscher Truppen, die den vorstürmenden kanadischen und britischen Truppen, weitere schwere Verluste zufügten.
Das geplante Zusammentreffen mit den Luftlandetruppen konnte dann um 13.30 Uhr realisiert werden.
Philippe Kieffer
Die „Bérets Verts“, eine freie französische Kommandoeinheit unter dem Befehl von Philippe Kieffer, hatte die Aufgabe am Landungstag das Casino in Riva Bella (Ouistreham) zu erobern.
Das Casino diente den Deutschen als Beobachtungsposten. Eine der gefährlichsten deutschen Geschützstellungen befand sich direkt im Keller des Gebäudes. Nach Unterstützung durch einen der Duplex-Drive-Panzer, der zwei Volltreffer in die Scharte des Bunkers setzte, konnte die Stellung um 09.00 eingenommen werden. Von der 177 Mann starken Kommandoeinheit waren 21 Soldaten gefallen und weitere 93 Mann verwundet. Heute ist von dem Casino nichts mehr zu sehen. Am 6.Juni zerstört, wurde es kurz nach dem Krieg eingeebnet.
Hier findet Ihr ein Video zum Thema.