Utah Beach

 

Utah Beach war bei der Landung der Alliierten in der Normandie im Zweiten Weltkrieg der Deckname für den Küstenabschnitt von knapp fünf Kilometern Länge zwischen Pouppeville und La Madeleine am Fuß der Halbinsel Cotentin. Es war der am weitesten westlich gelegene Landungsabschnitt, in dessen Gebiet nach den ersten Planungen keine Landung vorgesehen war. Da die Alliierten jedoch möglichst schnell nach Beginn der Landung einen Tiefwasserhafen benötigten - und Cherbourg an der Nordspitze der Halbinsel am geeignetsten erschien - wurde Utah Beach in den Invasionsplan aufgenommen.

Vor Beginn der Landung erfolgte eine massive Bombardierung der deutschen Küstenstellungen durch Schiffsartillerie und Luftangriffe. Um 5:30 Uhr, 1 Stunde vor Landungsbeginn, begannen amerikanische und britische Schlachtschiffe, Kreuzer und Zerstörer mit dem Beschuss der deutschen Küstenbefestigungen und Artilleriestellungen. Um 6:00 Uhr griffen 269 Mittelstreckenbomber vom Typ B-26 Marauder sieben deutsche Verteidigungsstellungen mit insgesamt 4.404 Bomben an.

Kurz vor 6:30 Uhr nährte sich die ersten Sturmtruppen mit 20 Booten dem Südrand von Utah Beach. Als diese noch 250 bis 350 Meter von der Küste entfernt war, wurden auf den Booten Rauchsignale abgefeuert, um den Marineeinheiten zu signalisieren, den Beschuss des Strandes einzustellen. Die 300 Mann des 2. Bataillons des 8. Infantrieregiments erreichten um 6:31 Uhr als erste die Küste, wobei sie die letzten 100 Meter bis zum Strand zu Fuß zurücklegen mussten. Nördlich davon ging kurze Zeit später auch das 1. Bataillon an Land.

Einige Minuten darauf erreichten auch 28 der 32 schwimmfähigen Sherman-DD-Panzer des 70. US-Panzer-Bataillons die Küste und nahmen die verbliebenen deutschen Verteidigungsstellungen unter Beschuss. Die anderen vier Panzer gingen verloren, als ihr Landungsfahrzeug auf eine Mine lief und sank. Die effektive Panzerunterstützung der ersten Landungswelle war ein weiterer bedeutender Unterschied zu der Landung auf Omaha Beach und trug ebenfalls dazu bei, die alliierten Verluste gering zu halten. Anders als am Strandabschnitt Omaha wurden die Panzer nur drei Kilometer vor der Küste von den Landungsbooten ausgesetzt und kamen mit dem ruhigeren Seegang in Küstennähe problemlos zurecht.

Zu dieser Zeit begannen Pioniere und Spezialeinheiten der Marine, Utah Beach von Minen und Strandhindernissen zu säubern, damit die nachfolgenden Einheiten gefahrlos und ohne Verzögerung landen und ins Landesinnere vorstoßen konnten.

Die erste Welle ging jedoch 1800 Meter südlich des geplanten Landeabschnitts an Land. Dies war die Folge einer starken seitlichen Strömung, die die Landungboote nach Süden abdrängte. Da die Küstenlinie infolge des vorangegangenen Beschusses von Rauchwolken verdeckt war, fehlten den Besatzungen der Landungsboote Orientierungspunkte für eine Kurskorrektur.

Brigadegeneral Theodore Roosevelt, Jr.Der falsche Landeort hätte eigentlich zu großer Verwirrung führen können, die aber nicht eintrat. Zwar ließen sich die einzelnen Befehle nicht im Detail ausführen, aber Brigadegeneral Theodore Roosevelt, jr. der stellvertretende Kommandeur der 4. US-Infanteriedivision hatte die Lage im Griff und ließ die erreichbaren starken deutschen Stellungen angreifen. So konnten die Amerikaner schnell zu den Hauptstraßen im Hinterland vorstoßen und die Deutschen von dort aus attackieren.

Den Soldaten schlug nur relativ wenig Gegenwehr entgegen, so dass die Verluste mit 197 Männern als sehr gering beziffert werden konnten. Einige deutsche Artilleriestellungen beschossen die Schiffe auf See, konnten dort aber keine Schäden anrichten.

Am Ende des Tages hatten mehr als 20.000 Soldaten mit 1.700 Fahrzeugen am Utah Beach französischen Boden betreten und konnten sich mit den Luftlandetruppen in dieser Region vereinigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Utah-Beach Heute:

 

 

Utah- Beach 1944 (Quelle: US National Archives) Utah- Beach 1944 (Quelle: US National Archives)
Im September 2009 Im September 2009

 

 

 

 

Café & Bar "Le Roosvelt"

 

Für uns bei jedem Besuch des Utah-Beach auf dem Pflichtprogramm - Ein Besuch des Cafe "Le Roosvelt", direkt gegenüber des Museums. Einzigartig und liebevoll eingerichtet und mit sehr nettem und hilfsbereiten Personal. Die schöne Außenterrasse und die vielen leckeren und preislich angenehmen Gerichte sorgen bei uns immer für einen kleinen Abstecher in das detailverliebte Cafe.

 

Unsere Tischnachbarn Unsere Tischnachbarn

 

 

Der Landungsstrand

Mit neuem Anstrich 2009 (wahrscheinlich zum 65. Jahrestag) Mit neuem Anstrich 2009 (wahrscheinlich zum 65. Jahrestag)

 

 

Blick auf die Saint-Marcouf-Inseln vor Utah-Beach

 

Zwei Stunden vor dem Beginn der Landung besetzten Einheiten der 4. und der 24. US-Kavallerie-Schwadron die - dem Utah Beach vorgelagerten - Saint-Marcouf-Inseln, auf denen ein deutscher Vorposten vermutet wurde. Entgegen den Erwartungen fanden die Angreifer keine deutschen Truppen vor, erlitten durch Minen jedoch trotzdem einige Verluste. Bis 5:30 Uhr waren die beiden Inseln vollständig in alliierter Hand. Vor Beginn des Angriffs auf die Inseln ging ein Voraustrupp von vier nur mit Messern bewaffneten Männern an Land, um die Landungszonen zu markieren. Diese Männer waren wahrscheinlich die ersten alliierten Soldaten, die am 6. Juni 1944 französischen Boden von See aus betraten.

 

 

 

 

 

Im Juni 1944 - Quelle: US National Archives Im Juni 1944 - Quelle: US National Archives

 

 

 

 

Monument Leclrec (Dunes de Varreville)

 

 

WN 10

 

 

 

La Madeleine

1944 (Quelle: US National Archives) 1944 (Quelle: US National Archives)
Im September 2009 Im September 2009

 

 

 

 

 

 

 

 

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