Colleville-sur-Mer

 

Berühmt wurde dieser Friedhof durch die Anfangsszenen von "Der Soldat James Ryan", als das fiktive Grab von Captain Miller aufgesucht wird.

 

Der Friedhof liegt direkt oberhalb des Kampfgeländes Omaha-Beach und dem deutschen Widerstandsnest 62. Auf dem vielbesuchten "Normandy American Cemetery" befinden sich die Gräber von 9.386 amerikanischen Soldaten und ein Mahnmal für 1557 Vermisste. 

 

Rechts neben dem Eingang befindet sich eine Kapsel, die am 6. Juni 2044, ein Jahrhundert nach dem D-Day geöffnet werden wird: Sie enthält Presseartikel aus jener Zeit und eine Nachricht von Eisenhower an die zukünftigen Generationen.


 

Ruht in Frieden - Rest in Peace

 

 

Direkt nach der Landung wurden die bei Omaha gefallenen Soldaten beider Seiten, in der Nähe von Vierville auf einem provisorischen Friedhof beigesetzt. Erst später entstand der neue Friedhof bei Colleville-sur-Mer.

Quelle: US National Archives
Quelle: US National Archives
Quelle: US National Archives
Quelle: US National Archives
Quelle: US National Archives
Quelle: US National Archives

 

 

Medal of Honor

 

Auf dem Friedhof von Colleville findet Ihr auch das Grab von Theodore Roosvelt Jr.

 

Er war der älteste Sohn des 26. Präsidenten der Vereinigten Staaten, Theodore Roosevelt (1858–1919) und ein entfernter Cousin des 32. Präsidenten Franklin D. Roosevelt (1882–1945).

 

Er landete am Landungstag mit der ersten Welle an Utah-Beach und war damit der älteste Soldat im Kampfeinsatz.

 

Wegen seines außerordentlichen persönlichen Einsatzes bei der Landung wollte Bradley ihn zum Generalmajor befördern und ihm das Kommando über die 90. US-Infanteriedivision übertragen. Der Befehl dazu lag auch schon zur Unterschrift auf Eisenhowers Schreibtisch, aber Roosevelt starb in der Nacht zum 12. Juli 1944 an einem Herzinfarkt.

 

Er wurde für seine „Tapferkeit und Furchtlosigkeit unter Lebensgefahr“ postum mit der „Medal of Honor“  ausgezeichnet.

 

General George S. Patton bezeichnete Roosevelt in seinem Tagebuch als den tapfersten Soldaten, den er jemals gekannt habe.


 

 

 

Ebenfalls fand hier Jimmie Waters Monteith seine letzte Ruhestätte. Er landete als Soldat der „Big Red One“ mit der ersten Welle am Omaha-Beach und rettete durch seinen Einsatz mehreren Kameraden das Leben. U.a. leitete er zwei Panzer, bzw. deren Besatzung, die durch den starken Beschuss „blind“ waren, durch ein Minenfeld.

 

 

 

Der berühmte Weg aus "Der Soldat James Ryan"

 

 

Und hier die wahre Geschichte zum Film: 

 

 

Die Niland-Brüder waren vier Brüder aus den USA, die während des Zweiten Weltkrieges in den US-Streitkräften dienten. Ihre Geschichte bildete erst die Grundlage für Steven Spielbergs Film "Der Soldat James Ryan".

 

Edward Niland, Pilot eines Bombers vom Typ B-25 , wurde – nachdem er von einem Einsatz am 16. Mai 1944 auf dem pazifischen Kriegsschauplatz in Burma nicht zurückgekehrt war – vermisst und galt aufgrund der Umstände in seinem Einsatzgebiet als gefallen.

 

Als nun Preston und Robert Niland innerhalb von 24 Stunden während der Alliierten Invasion in Frankreich gefallen waren (Preston am Utah-Beach und Robert bei St. Mere Eglise), wurde der scheinbar einzig überlebende Bruder, Frederick Niland, aufgrund der Sole Survivor Policy (etwa "Richtlinie für einzig Überlebende") in die USA zurückgeschickt, um dort in Sicherheit seinen Wehrdienst zu Ende abzuleisten.

 

Erst einige Zeit nachdem er wieder in den USA war, erfuhr die Familie, dass Edward lebte und sich in einem japanischen Kriegsgefangenenlager befand, aus dem er von britischen Einheiten befreit wurde.

 

Preston und Robert Niland sind nebeneinander auf dem US-Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer beigesetzt.

 

 

 

 

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