Kloster Steinfeld

633 Kriegstote ruhen im Schatten der Türme der romanischen Basilika des Klosters, im Garten des ehemaligen Waisenhauses. Es sind Soldaten, die vor allem bei den erbitterten Winterkämpfen 1944 / 45 im Raum Schleiden - Kall - Mechernich - Schmidtheim gefallen sind. Viele von ihnen waren erst 17 oder 18 Jahre alt. Etwa 300 Soldaten erlagen ihren Verwundungen im Kloster, das zunächst als Lazarett, später, beim Näherkommen der Front, als Hauptverbandsplatz eingerichtet worden war.

 

Die Toten stammten aus dem gesamten damaligen Deutschen Reich: aus Ostpreußen und Schlesien, aus dem Elsass und aus Österreich, aus Städten des heutigen Nordrhein-Westfalen, wie Düsseldorf, Essen, Wuppertal.

 

Auf dem Friedhof finden sich auch die Gräber russischer Soldaten, die im Wehrmachtsverbund kämpften, Männer der Organisation Todt, italienischer Legionäre. Auch ein niederländischer Freiwilliger und zwei Frauen, die in Diensten der Wehrmacht standen, fanden hier in Steinfeld ihr Grab: Anna Achmed, Fernmeldehelferin, starb mit 33 Jahren (Reihe 7, Grab 22) und Ellen Kostka, Helferin, die mit nur 17 Jahren ihr Leben lassen musste (Reihe 6, Grab 28).

 

Inmitten der Toten des Zweiten Weltkrieges ruhen auch einige deutsche und russische Gefallene des Ersten Weltkrieges.

 

Der Friedhof liegt direkt am Ortseingang (linke Seite, von Sistig kommend).Nächster größerer Ort ist Kall.

 

 

 

Ruht in Frieden