D-Day, 6. Juni 1944 - Omaha Beach

 

...so heißt eine höchst eindrucksvolle Sonder-Ausstellung, die vom 15. August bis zum 20. Dezember 2009 im Präsentations-Saal des H.E.K.Creativ Verlags in Garbsen OT Schloß Ricklingen zu sehen ist. Als "D-Day" (Decision-Day = Entscheidungstag) wurde von den West-Alliierten der erste Tag der großen Invasion am 6. Juni 1944 in der Normandie benannt, und als "Omaha Beach" einer der beiden amerikanischen Landeabschnitte, in diesem Fall an der Küste der Region Calvados. Hier trafen an diesem Tag 34.600 amerikanische Soldaten auf nur 300 deutsche Verteidiger und deren später eintreffende Eingreif-Reserven. Sie alle schrieben an diesem Tag Weltgeschichte - ob sie es nun wollten oder nicht... 

Anläßlich des diesjährigen 65. Jahrestages des Beginns der Invasion wurde diese einmalige Ausstellung vom D-Day-Experten und Schriftsteller für Militär-Historie, Helmut Konrad Freiherr von Keusgen, konzipiert und gestaltet, und drei Monate lang in einem eigens dafür ausgestatteten Museum in direkter Nähe jenes historischen "Omaha Beach" einem internationalen Publikum vorgestellt - mit allerbester Resonanz. Dazu sagte von Keusgen: "Ich habe in den drei Monaten vor Ort in den Augen vieler Ausstellungs-Besucher Tränen gesehen, ganz besonders bei D-Day-Veteranen und deren Angehörige..."

 

 

 

Die außergewöhnliche und für Deutschland noch erweiterte Ausstellung, die als einzig derartige auch einmal ausführlich die deutsche Seite zeigt, veranschaulicht mit  mehr als 300  großformatigen Abbildungen und knappen, erklärenden Texten in deutscher, englischer und französischer Sprache, Original-Filmaufnahmen sowie diversen Objekten und farbigen Schautafeln und Landkarten als Orientierungshilfe die schrecklichen Kampfhandlungen an jenem sechs Kilometer langen Strand, an dem die Befreiung Europas und das Ende des Zweiten Weltkrieges begann. Weit entfernt von jedem Pathos und frei von jeglicher Ideologie erschüttert diese Ausstellung ihre Besucher durch ihre ungeschminkte Wahrheit betreffs der grausamen Kampfhandlungen, die für die Amerikaner anfänglich mit einem schrecklichen Desaster begannen, dennoch am Ende dieses denkwürdigen Tages durch die Bildung eines, wenngleich auch nur kleinen Brückenkopfes zum Erfolg führte - jedoch zu einem sehr hohen Preis... 

Die Besucher der Ausstellung werden gewissermaßen sektionsweise durch die gesamten zeitlichen Abläufe geführt, beginnend in der Zeit "Vor dem Krieg", dann jener durch "Die deutsche Besatzung", dem "Ausbau der Verteidigungsanlagen", den beiderseitigen "Vorbereitungen auf die Invasion" (dem größten amphibischen Landeunternehmen der Weltgeschichte), dann "Der Angriff" - und seine Auswirkungen auf die beteiligten Soldaten. Die Abteilung "Der Preis des Sieges" verdeutlicht die schreckliche Dramatik, die sich auf beiden Seiten der Front ereignete. Nicht ohne Grund sprachen die im Hagel deutscher Geschosse am 500 Meter breiten Strand gelandeten GIs bereits zwei Stunden nach dem Beginn der Kampfhandlungen vom "bloody Omaha".

 

 

 

Die leicht verständlichen historischen Abläufe der tragischen Ereignisse jenes wichtigsten Tages des 20. Jahrhunderts sowie die deutliche Anti-Kriegs-Tendenz dieser Ausstellung machen sie zu einem einmalig anschaulichen Beispiel für den weiten Weg zu Europas Freiheit und dem Wahnsinn eines jeden Krieges. Ein Extra-Bereich mit Unterwasserfotos von „D-Day“-Wracks gibt der Ausstellung ihre endgültige Perfektion.  

Der Standort dieser Ausstellung, nahe Hannover, ist gut gewählt, denn die deutschen Soldaten der am „Omaha Beach“ kämpfenden 352. Infanterie-Division kamen vorwiegend aus den Einzugbereichen Hannover, Celle, Braunschweig und Magdeburg. So können sich heute auch die Veteranen und deren Familienangehörige über die historischen Hintergründe und den Ablauf der tragischen Kampfhandlungen detailliert informieren.

 

Die Ausstellung wird auf dem Anwesen des H.E.K.Creativ Verlags in Garbsen OT Schloß Ricklingen, Burgstraße 43, präsentiert.

 

Öffnungszeiten: Nur Samstags und Sonntags von 10:30 Uhr, Einlaß bis 17:00 Uhr. 

 

Eintrittspreise: € 4,50 pro Person, für Gruppen ab 10 Personen sowie für Schüler und Studenten € 3,00

 

Für Normandie-Veteranen und ihre unmittelbaren (ausgewiesenen) Angehörigen (Kinder und Enkel) ist der Eintritt frei.

 

Spezielle Führungen durch die Ausstellung sind für Gruppen nach vorheriger Vereinbarung möglich (Telefon 05031 - 971 443).

 

Nach Voranmeldung ist die Besichtigung der Ausstellung für Gruppen auch an Wochentagen möglich, ebenso mit Führungen durch Helmut Konrad von Keusgen.

 

 

 

 

 

 

 

Bitte beachten: Das Mindestalter der Besucher sollte 14 Jahre betragen