Stimmen zur Page - Good Friends

Heinrich Brase

Durch die Arbeit an dieser Page, darf und durften wir immer wieder nette Menschen kennenlernen, die sich mit gleichem oder ähnlichem Interesse mit dieser Materie beschäftigen.


Einer von ihnen ist Heinrich Brase, mit dem ich vor kurzer Zeit telefonisch in Kontakt kam. Heinrich Brase lebt ebenfalls in Bayern und war, hier sieht man wieder wie klein unsere Welt doch ist, zeitgleich mit Melli und mir im Mai 2008 auf D-Day-Tour in der Normandie. Und man stelle sich vor - ebenfalls in der Anlage Labourdonnerie, nur ein Haus weiter, Luftlinie 10 Meter.


Ende 2008 war Heinrich Brase auch zu Gast in der Talschenke und auf Spurensuche in der Eifel. Am 10.11.2008 erreichten uns folgende Zeilen und Bilder:

 

 

Hallo Herr Hagl !

 

Beeindruckend-, ist noch zurückhaltend, für das was wir in den Tagen im Raum Simonskall erleben konnten. Beginnend, die Gemütlichkeit und Gastfreundschaft im bezogenen Quartier "Talschenke". Gern haben wir ihre Grüsse an Herrn Schade & sein Team ausgerichtet. Definitiv optimale Voraussetzungen.

Mehrere Exkursionen haben uns dann nach Quellen und Kartenstudium (Lagekarten im Hürtgenwaldmuseum Vossenack) von hier aus,direkt in die Gefechtsabschnitte der angreifenden 28.ID (US) und der Grenadierregimenter der 89. ID (GE) gebracht. Deutlich besser zu realisieren, ist jetzt das große Leid der kämpfenden Einheiten, der Zivilbevölkerung in den dunklen Wäldern und den angrenzenden Siedlungen. Man muß dieses Gefühl zu Fuß erwandern, vielleicht mit ein bisschen Schweiß die Höhenlinien entlang, schwer den Nebel atmen...! Klamm erkundeten wir auch die errichteten Westwallbunker im Buhlert,  Schützenlöcher, vereinzelten Schützengräben und Granattrichter.

Stumme Zeugen einer ungnädigen Zeit...hochinteressant, aber ist man nicht irgendwie wieder froh, wenn man draußen ist !? You enter Germany..an enemy country. Ein trauriges Schild. Für viele US Soldaten häufig auch eine Kampagne ohne Wiederkehr. Im gleichnamigen Film, die Tragödie sehr gut beschrieben, haben wir es nicht versäumt die Gefallenen gebührend zu ehren.

 

Nicht die letzte Tour in den Hürtgenwald, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen und ein paar Bildern:

 

 

Heinrich Brase

 

 

 

Im März 2009 besuchte uns nun Heinrich mit seiner Freundin Verena bei unserem Stammgriechen in Augsburg. Es wurde ein supernetter, interessanter und kurzweiliger Abend bei Wein, Bier, Tsipouro und sehr viel Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Es ist schön Menschen mit der gleichen Leidenschaft und Einstellung zu diesem geschichtlichen Themengebiet zu finden. Die Planungen für erste gemeinsamen Touren nach Bastogne und Arnheim laufen und auch ein Treffen im Landkreis Erding (der Heimat von Heinrich und Verena) fand bereits statt. Danke für die schönen Abende und die herzlichsten Grüße aus Augsburg.

 


Verena und Heinrich in der Normandie
Verena und Heinrich in der Normandie

 

 

Albert Trostorf

 

Durch die Arbeit an unserer Page hatten wir das Glück Albert Trostorf kennenzulernen, der in der Nähe von Schloss Merode lebt und umfangreiches Wissen über dieses "fast vergessene" Kapitel der Kämpfe in der Eifel besitzt. 

 

Albert am Omaha Beach
Albert am Omaha Beach

Ein Reisebericht von Enrico Merazzi

Rundreise Normandie von Enrico und Nicole

 

Es war schon immer ein Wunsch von mir einmal in die Normandie zu reisen um den wohl wichtigsten Schauplatz des zweiten Weltkrieges zu erkunden.


Als ich den Film “Der Soldat James Ryan” sah, dachte ich mir da musst du irgendwann einmal hin. Bei der Reihe “Band of Brothers” war mir klar das dies nun endlich mal geschehen muss.


Naja, es hat dann doch nochmal ein paar Jahre gedauert, doch dann war es im Mai 2012 endlich soweit und meine Freundin Nicole und ich machten uns an die Planung der Reise und schliesslich auf den Weg.

 

Da meine Freundin sich nicht sooo wahnsinnig für die Kriegsgeschichte interessiert, wollte ich noch etwas in die Reise einplanen, worauf sie sich auch freuen kann und dies sollte der Ort Etretat sein nördlich von Le Havre.

 

Ab ins Auto und los ging die gute Fahrt Richtung Etretat. Die Fahrt war sehr angenehm und verlief ohne grossen Verkehr. Nach ca. 7 Std. Autofahrt kamen wir in Etretat an, suchten uns ein Hotel für eine Nacht und gingen raus um uns die sagenhafte Küste von Etretat anzuschauen. Die Formationen der Kreidefelsen lassen einen staunen wenn man an den Strand kommt. Ich kann es nur empfehlen für jeden der mal ein schönes Wochenende verbringen möchte!

 

Am nächsten Tag war der Plan über Le Havre, Deauville und Trouville nach Ouistreham zu fahren um dort eine Mittagspause einzulegen und das Museum “Le Grand Bunker” zu besuchen.


Wir hatten auf der fahrt fantastisches Wetter und es war einfach nur herrlich. Das Museum ist wirklich lohnenswert, hier steht auch das Landungsboot was im Film “Der Soldat James Ryan” benutzt wurde!

 

Nach der Mittagspause mit einem kleinen Baguette-Vesper, machten wir uns auf den Weg weiter Richtung Westen, zum Omaha Beach. Unterwegs hielten wir auch an den anderen Landungsstränden Sword, Gold und Juno. Hauptziel war aber Colleville-sur-Mer und WN62 am Omaha Beach.


Zuerst waren wir am Strand und am WN62 und ich war total überwältigt als ich über den Strand gelaufen bin. Verschiedene Szenen gingen mir durch den Kopf die man in Dokus im TV gesehen hat. “Was haben die Männer hier nur geleistet” sagte ich zu meiner Freudin die doch auch etwas ins nachdenken kam. Man muss wirklich mal dort gewesen sein als “Historien-Fan”.


Nachdem wir auch das WN62 und die Denkmäler besichtigt hatten, fuhren wir in paar Meter mit dem Auto und kamen am US-Friedhof in Colleville an.


Hier erinnert man sich natürlich an die Szenen aus “Der Soldat James Ryan” die hier gedreht wurden. Der Friedhof selbst war sehr stark besucht als wir dort waren und da es geregnet hatte durfte man nicht zwischen den bekannten weissen Kreuzen umher laufen. Der Friedhof ist wirklich wunderschön und sehr ergreifend wenn man alte Angehörige sieht und die Todesdaten der Soldaten auf den Kreuzen liest, die oft 6. Juni 1944 lauten.

 

Unsere Unterkunft hatten wir in Valognes zu der wir dann auch gefahren sind.

Der zweite Tag begann damit uns Brecourt Manor anzusehen. Nach garnicht all zu langer Fahrt waren wir auch schon da. Auf dem Weg dorthin fährt man durch diese kleinen engen Strassen die für die Normandie so typisch sind. Rechts und links alles grün und immer wieder hohe Hecken, Bäume und immer wieder kleine französische Dörfer.


Auf genau so einer Strasse stiessen wir dann auf die Kreuzung (Crossroad) an der die Easy Company ihren ersten Feindkontakt hatte. Ich wollte diese Kreuzung finden aber hatte nicht gedacht einfach so auf sie zu stossen.


Ein paar Fotos und weiter gings Richtung Utah Beach. Hier besuchten wir zuerst das Museum das direkt am Strand liegt. Sehr schönes Museum und auch sehr informativ aufgebaut, sollte man unbedingt ansehen!


Als wir wieder raus kamen, legten wir ein kleines Päuschen im empfohlenen Café Roosevelt ein. Hinterher fuhren wir an der Küste weiter Richtung Norden wo wir immer wieder alte Stellungen und Bunker endeckt haben.


Auf dem Programm stand nun Sainte-Mére-Eglise und das Airborne Museum. Dieses Museum muss man einfach besuchen, das zweitschönste das wir besucht haben auf unserem Tripp.


Natürlich haben wir auch die Kirche angeschaut an dem der US-Soldat mit dem Fallschirm hängen blieb.Unsere nächsten Orte hiessen Saint-Côme-du-Mont und Saint und Sainte-Marie-du-Mont. In Sainte-Marie-du-Mont hatten wir ein wenig Pech, denn dort waren gerade Strassenarbeiten rund um die Kirche, so hatten wir kaum die Möglichkeit uns alles in Ruhe genauer anzusehen.

 

Der dritte Tag startete mit der Fahrt zum Pointe-du-Hoc. Dies ist einer der Orte an dem man sieht mit welcher brutalität das Artilleriefeuer der US-Schiffe eingeschlagen ist.

Die zerstörten Bunker und die riesigen Krater der Bomben lassen erahnen was hier vor sich ging als die US-Rangers die Klippen hinauf klettern mussten. Auch diesen Ort muss man einfach besuchen. Danach besuchten wir in Grandcamp-Maisy ein kleines “Ranger-Museum” was uns quasi über den Weg lief.

 

Carentan war dann an der Reihe. Hier suchten wir nach dem Denkmal in der Stadtmitte und nach dem alten Café Normandie. Ersteres hatten wir gefunden doch leider suchten wir verzweifelt das alte Café.

 

Nach einer Mittagspause mit leckerem Essen besuchten wir das “Dead Mans Corner Museum”. Hierauf freute ich mich besonders, weil hier ja die Originalausrüstung von Maj. Winters der Easy ausgestellt ist. Ganz tolles Museum mit toller Inszinierung das auch ein Muss ist. Was ich nicht wusste ist, dass dieses Museum einen Shop im hinteren Teil besitzt. Hier kann man sich mit allem voll ausrüsten was ein Fallschirmjäger (Deutsch oder US) so an hatte. Ich könnte dort Stunden drin rum spazieren, doch da spielte meine Freundin nicht mit, schliesslich gab es hier ja auch keine Gucci Handtaschen zu kaufen!

 

Da ich es versäumt hatte Franck anzurufen, der Besitzer des Manoir Donville, tat ich das kurz vor dem Museumbesuch. Er meinte zuerst es sei heute leider nicht möglich. Da es aber unser letzter Tag war und ich ihm dies auch mitteilte, machte er eine Ausnahme und wir machten einen Termin auf den frühen Abend ab. Da uns bis dahin noch ein wenig Zeit blieb, machten wir uns nochmal auf den Weg richtung Strand wo wir noch ein wenig Zeit in den Sanddünen verbrachten und einfach die Ruhe genossen.


Als es dann endlich an der Zeit war richtung Bloody Gulch zu fahren, freute ich mich wahnsinnig darauf, weil ich ja schon ein wenig wusste was mich erwartet durch die Infos auf eurer HP.


Franck ist ein sehr netter Mensch der wahnsinnig viel Infos für einen hat, die er ja durch ein Tagebuch des Vorbesitzers des Anwesens erhielt. Es ist so wahninnig interessant diese ganzen Geschichten zu hören und sich sein eigenes Bild zu machen wie das hier wohl alles geschehen ist, was keineswegs schwer ist wenn man um und in das Gebäude schaut. Was Franck einem alles an Kriegsmaterial zeigen kann ist unglaublich und schon fast beängstigend was er an Tonnen Munition gefunden hat. Das hier war mein absolutes Highlight der Normandie-Reise und auch meine Freudin fand dies das aufregenste was sie gesehen hat. Wenn ihr in die Normandie fahrt dann meldet euch frühzeitig bei Franck und erlebt diese tolle Führung durch und um das Anwesen, es lohnt sich.

 

Das war also unsere Reise durch die Normandie, die uns wirklich sehr gefallen hat.

Landschafltich und geschichtlich gesehen einfach unglaublich interessant und zugleich informativ. Uns wird es sicherlich nochmal in die Normandie ziehen, denn zum erholen und um frische Luft zu tanken ist dies der perfekte Ort.

 

Gruss und macht weiter so mit eurer tollen HP

 

Enrico und Nicole ausBuggingen